Samstag, 31. März 2018

Der Achursprung bei Schelklingen

Der Achursprung bei Schelklingen befindet sich in einer ehemaligen Flussschleife der Urdonau nordwestlich von Schelklingen auf der Blaubeurer Alb.

Die Donau floss bis vor ca. 200.000 Jahren von Ehingen (Donau) das heutige Schmiechtal aufwärts sowie das heutige Achtal und das heutige Blautal abwärts bis nach Ulm. Hierbei verlief die Donau teilweise in Talschlingen. Eine der ehemaligen Talschlingen der Donau bei Schelklingen ließ den Umlaufberg Lützelberg, 614 m ü NN, zurück. Unmittelbar westlich des Lützelbergs befindet sich der Achursprung.

Die Quelle des heutigen Achursprungs befand sich früher am Talboden des Urdonautals. Nach dem Zurückweichen der Donau füllten sich die ehemaligen Donautäler in der Prä-Riss- und Risszeit um ca. 30 Meter auf. Denn die zurückbleibenden Bäche und Flüsschen hatten nicht mehr die Kraft, den Talboden auszuräumen. 

Wegen der starken Schüttung und wegen des unter Druck stehenden Wassers gelang es der Quelle, mit der Auffüllung des Talbodens Schritt zu halten. Die Quelle wandelte sich in einen Quelltopf. Das Wasser des Achursprungs stammt zum größten Teil aus der Schmiechversickerung im oberen Schmiechtal bei Teuringshofen. Das Einzugsgebiet reicht ansonsten bis zum ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen. Die Schüttung beträgt zwischen 0,11 und 1,2 m³/s. Der Mittelwert ist 400 l/s. 


Der Quelltopf wurde künstlich zu einem See aufgestaut, um die ehemalige Dreikönigsmühle anzutreiben. 

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau hat den Achursprung als Geotop ausgewiesen. Der Achursprung ist auch als Naturdenkmal ausgewiesen. Das 0,1 Hektar große flächenhafte Naturdenkmal wurde im Jahr 1998 verordnet.

Nur ca. 500 Meter nördlich des Achursprungs befindet sich mit der Urspringquelle ein weiterer Quelltopf. Das Flüsschen Urspring fließt von der Urspringquelle bis zum Achursprung, wo es in die Ach mündet. Die Ach fließt über Schelklingen bis nach Blaubeuren, wo sie in die vom stark schüttenden Blautopf kommende Blau mündet. Die Blau mündet bei Ulm in die Donau.

Wie kommt man hin?
Vor dem Bahnhofsgebäude von Schelklingen überquert man die B 492 mit Hilfe einer Lichtsignalanlage. Dahinter folgt man der Bahnhofstraße. Nach kurzer Zeit kommt man zum Flüsschen Ach. 

Hier folgt man der Ach nach links im Verlauf des Schwäbische Alb-Südrand-Wegs bis zum Achursprung. Die Entfernung vom Bahnhof bis zum Achursprung ist ca. 1,7 Kilometer.

Man kann Teile des Ufers des aufgestauten Sees erreichen. Dort befinden sich auch Sitzbänke. Einige Uferteile befinden sich im Privatbesitz und sind für die Öffentlichkeit gesperrt.

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über die Blaubeurer Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.
Der Achursprung ist ein Quelltopf, der zu einem See aufgestaut wurde.
Neu befestigter, nicht zugänglicher Uferteil beim Achursprung
Das klare Quellwasser beim Achursprung lässt den Boden des Sees in mehreren Metern Tiefe erkennen.
Ein Teil des Ufers des Sees beim Achursprung ist öffentlich zugänglich.
Blick vom Achursprung in Richtung Norden zum ehemaligen Kloster Urspring, wo sich ein weiterer Quelltopf befindet

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