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Samstag, 28. Januar 2023

Die Panorama Therme Beuren im Landkreis Esslingen am Fuß der Schwäbischen Alb

Die  Panorama Therme Beuren gehört zu den bekanntesten und meistbesuchten Bädern der Schwäbischen Alb. Die hohen Besucherzahlen sind selbstverständlich auch durch die Nähe von Beuren zu Stuttgart bedingt.

Die Panorama Therme Beuren befindet sich am südwestlichen Ortsrand der Gemeinde Beuren. Die Therme verfügt über Thermalwasser aus zwei in großer Tiefe liegenden Quellen. Es gibt sieben Becken, Dampfbäder, eine Saunalandschaft und eine Thermengrotte (Tropfsteinhöhle). Von der Therme bietet sich ein schöner Blick auf den Albtrauf mit der Burgruine Hohenneuffen.  

Im Jahr 1977 wurde das heute noch bestehende Gebäude eingeweiht. Zuvor war bereits seit dem Jahr 1972 ein provisorisches Thermalwasser-Freibadebecken vorhanden. Ab dem Jahr 1980 gab es mehrere bauliche Erweiterungen.    

Die Panorama Therme Beuren ist seit dem Jahr 2017 auch eine Infostelle des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb. Im Foyer des Gebäudes gibt es eine kleine Ausstellung, deren Schwerpunkt der Vulkanismus auf der Schwäbischen Alb ist. Es gibt sieben Informationstafeln zu den Themen: Die Geologie um Beuren, Thermalquellen und Kurtradition, Eiszeit, Erdschätze, Höhlen, Fossilien, UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb. In einer Vitrine werden Gegenstände, z.B. Versteinerungen, ausgestellt.

Weitere Informationen


Der Eingangsbereich der Panorama Therme Beuren


Freitag, 26. August 2022

Die Karstquelle Brenztopf in Königsbronn im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb

Die Karstquelle Brenztopf in Königsbronn auf der Heidenheimer Alb gehört zu den geologischen Phänomenen der Schwäbischen Alb.

Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb hat die Karstquelle Brenztopf im Jahr 2019 als sogenannten Geopoint ausgezeichnet. Mit diesem Label zeichnet der Geopark wichtige Geotope wie z.B. Wasserfälle, Höhlen, Gesteinsaufschlüsse oder Quellen aus.

Die Geopoints des Geoparks Schwäbische Alb sind vor Ort mit einer einheitlich gestalteten Informationstafel kenntlich gemacht. Die Tafel bei der Karstquelle Brenztopf bietet die folgenden Daten: Höhe 505 m ü. NN, Lage N 48 44 15, E 10 6 46.

Steckbrief
Name: Karstquelle Brenztopf
Typ: Quelle
Landkreis: Heidenheim
Stadt-/Gemeinde: Königsbronn
Großlandschaft: Schwäbische Alb
Naturraum: Albuch und Härtsfeld

Freitag, 28. Mai 2021

Quellen im Lenninger Tal

Die Lenninger Lauter wird von drei großen Quellen bzw. Quellbächen und vielen kleineren Quellen gebildet.

Dies sind die drei großen Quellen:
  • die Schwarze Lauter, die unter anderem im sogenannten Goldloch entspringt
  • der Ursprung der Weißen Lauter
  • und die Höllsternquelle Gutenberg.
 
Im heutigen Post in diesem Blog sind die Artikel dieses Blogs aufgelistet, die sich mit einzelnen Quellen befassen. 
 
Die Schwarze Lauter hat mehr als zehn Quellen, deren bekannteste das Goldloch ist. Die Höllsternquelle Gutenberg ist auch ein Geopoint im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb. 
 
 
 

Dienstag, 13. Oktober 2020

Der Ursprung des Weißen Kochers im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb

Der Ursprung des Weißen Kochers auf der Ostalb bei Aalen-Unterkochen gehört zu den geologischen Phänomenen der Schwäbischen Alb.

Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb hat den Ursprung des Weißen Kochers im Juni 2020 als sogenannten Geopoint ausgezeichnet. Mit diesem Label zeichnet der Geopark wichtige Geotope wie z.B. Quellen aus.

Die Geopoints des Geoparks Schwäbische Alb sind vor Ort mit einer Informationstafel kenntlich gemacht. Die zweisprachige Infotafel beim Ursprung des Weißen Kochers erklärt das Naturwunder und geht hierbei auch auf die starke rückschreitende Erosion ein, die durch die starke Quelle verursacht wird.

Steckbrief
Name: Ursprung des Weißen Kochers
Typ: Quelle
Landkreis: Ostalbkreis
Stadt/Gemeinde: Aalen (Stadtteil Unterkochen)
Großlandschaft: Schwäbische Alb
Naturraum: Albuch und Härtsfeld
Höhenlage: 510 - 550 m ü. NN
Koordinaten: 48 49 12 N / 10 9 11 E

Montag, 13. Januar 2020

Der Blautopf bei Blaubeuren im Geopark Schwäbische Alb

Der Blautopf bei Blaubeuren im Alb-Donau-Kreis gehört zu den ganz großen Sehenswürdigkeiten und geologischen Phänomenen der Schwäbischen Alb.

Der Geopark Schwäbische Alb hat den Blautopf im Jahr 2019 als sogenannten Geopoint ausgezeichnet. Mit diesem Label zeichnet der Geopark wichtige Geotope, Schauhöhlen, Naturhöhlen, Quellen, archäologische Fundstätten und Museen aus.

Die Geopoints des Geoparks Schwäbische Alb sind vor Ort mit einer Informationstafel kenntlich gemacht. Auf einen erläuternden Text hat man bei der Informationstafel am Blautopf verzichtet. Denn in unmittelbarer Nähe befinden sich bereits zahlreiche Informationstafeln. Leider fehlen auf der Infotafel des Geopoints auch Angaben zur Höhenlage und zu den Koordinaten. Das wenigstens hätte man auf der Tafel anbringen sollen.


Steckbrief
Name: Blautopf
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Gemeinde: Blaubeuren
Großlandschaft: Schwäbische Alb
Naturraum: Mittlere Flächenalb
Höhenlage: -----
Koordinaten: -----


Dienstag, 2. Oktober 2018

Naturdenkmal und Geotop Breitenbachquelle im Selchental bei Pfullingen

Die Breitenbachquelle am Nordhang des Pfullinger Bergs am Albtrauf westsüdwestlich von Pfullingen ist als Naturdenkmal und als Geotop ausgewiesen.

Die Breitenbachquelle ist eine Schuttquelle auf Höhe der Ornatenton-Formation (Braunjura zeta). Die eigentliche Quelle befindet sich jedoch im höhergelegenen Weißjura an der Grenze der Impressamergel-Formation (Weißjura alpha) zur Wohlgeschichteten Kalk-Formation (Weißjura beta).

Die Quellnische der Breitenbachquelle ist gefasst. Im Breitenbach unterhalb der Breitenbachquelle wird Kalk ausgefällt. Es bildet sich dort Kalktuff mit einer Geschwindigkeit von ca. 5 mm / Jahr.

Direkt neben der Quelle ist ein Rastplatz. Der damit verbundene Besucherstrom schädigt die Quellnische und den Kalktuff.

Montag, 25. Juni 2018

Albschäfer-Zeitspur Brenzquellrunde bei Königsbronn, Teil 2 von 2


Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Rundwanderweg Albschäfer-Zeitspur Brenzquellrunde.

Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Rundwanderweg auf der Heidenheimer Alb. Heute wandern wir im Wegverlauf. Wir wandern im Uhrzeigersinn und starten/enden beim Bahnhof von Königsbronn an der Brenzbahn Aalen-Heidenheim-Ulm.

Auf der Südwestseite des Bahnhofs folgt man der Paul-Reusch-Straße am Bahnkörper entlang. Zunächst gibt es wenig Sehenswertes innerhalb des bebauten Bereichs. Dann kommt man zur Brenz, die mit überraschend viel Wasser und relativ naturnah dahinfließt.

Am Brenzufer entlanggehend unterquert man die Bahnstrecke. Dann kommt man in ein sehr naturnahes Gebiet, die Vogelinsel beim Itzelberger See. Hier kann man brütenden Vögeln zusehen. Teile des Gebiets sehen aus, als ob es Wildnis wäre.

Samstag, 23. Juni 2018

Albschäfer-Zeitspur Brenzquellrunde bei Königsbronn, Teil 1 von 2


Die Albschäfer-Zeitspur Brenzquellrunde ist ein 5,7 Kilometer langer Rundwanderweg bei Königsbronn auf der Heidenheimer Alb.

Albschäfer-Zeitspuren sind Rundwanderwege, die in der Nähe des Weitwanderwegs Albschäferweg angelegt worden sind. Diese Rundwanderwege nutzen jeweils ein kleines Teilstück des Albschäferwegs und erlauben es, kleinere Wanderungen zu unternehmen, die zum Startpunkt zurückführen.

Der Albschäferweg ist ein Weitwanderweg und Qualitätsweg Wanderbares Deutschland auf der Ostalb. Der 157 Kilometer lange Weg wird in offiziellen 10 Tagesetappen bewältigt.

Steckbrief
Name: Brenzquellrunde
Wegegruppe: Albschäfer-Zeitspuren
Länge: 5,7 Kilometer
Wegekategorie: Rundweg
Start-/Endpunkt: Bahnhof Königsbronn bzw. Brenztopf in Königsbronn
Gehrichtung: in beiden Richtungen markiert und beschildert 
Landkreis: Heidenheim
Gemeinde: Königsbronn
Großlandschaft: Schwäbische Alb
Naturraum: Albuch und Härtsfeld

Montag, 14. Mai 2018

Der Lautertopf bei Blaustein-Lautern - eine der stärksten Karstquellen der Schwäbischen Alb

Der Lautertopf auf der Ulmer Alb ist eine der großen Quellen auf der Donauseite der Schwäbischen Alb.

Mit einer Schüttung zwischen 150 und 500 Litern/Sekunde ist der Lautertopf eine der stärksten Quellen der Schwäbischen Alb. Im Lautertopf entspringt die Kleine Lauter (bzw Hirrlinger Lauter). In Blaustein-Herrlingen mündet die Kleine Lauter in die Blau, die vom Blautopf, einem anderen der großen Quelltöpfe der Schwäbischen Alb, kommt. Die Blau mündet in Ulm in die Donau.

Ein Teil des Kleinen Lautertals, in dem sich auch der Lautertopf befindet, wurde als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Lautertopf befindet sich im Blausteiner Ortsteil Lautern. Dort gibt es mehrere historische Gebäude, darunter die Evangelische Kirche Unserer Lieben Frau mit einem spätgotischen Schnitzaltar.

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau hat den Lautertopf als Geotop ausgewiesen, unter der Bezeichung "Lauterursprung ca. 300 m NNW von Lautern im Lautertal".

Der Lautertopf spielte für die Wasserversorgung der Ortschaften auf der Albhochfläche eine große Rolle. Im Jahr 1873 begannen die Gemeinden Scharenstetten, Temmenhausen, Bermaringen und Dornstadt mit dem Bau eines Wasserwerks am Lautertopf. Dieses Wasserwerk war bis 1976 in Betrieb, als ein neues Wasserwerk wenige Meter flussabwärts in Betrieb genommen wurde.

Samstag, 31. März 2018

Der Achursprung bei Schelklingen

Der Achursprung bei Schelklingen befindet sich in einer ehemaligen Flussschleife der Urdonau nordwestlich von Schelklingen auf der Blaubeurer Alb.

Die Donau floss bis vor ca. 200.000 Jahren von Ehingen (Donau) das heutige Schmiechtal aufwärts sowie das heutige Achtal und das heutige Blautal abwärts bis nach Ulm. Hierbei verlief die Donau teilweise in Talschlingen. Eine der ehemaligen Talschlingen der Donau bei Schelklingen ließ den Umlaufberg Lützelberg, 614 m ü NN, zurück. Unmittelbar westlich des Lützelbergs befindet sich der Achursprung.

Die Quelle des heutigen Achursprungs befand sich früher am Talboden des Urdonautals. Nach dem Zurückweichen der Donau füllten sich die ehemaligen Donautäler in der Prä-Riss- und Risszeit um ca. 30 Meter auf. Denn die zurückbleibenden Bäche und Flüsschen hatten nicht mehr die Kraft, den Talboden auszuräumen. 

Wegen der starken Schüttung und wegen des unter Druck stehenden Wassers gelang es der Quelle, mit der Auffüllung des Talbodens Schritt zu halten. Die Quelle wandelte sich in einen Quelltopf. Das Wasser des Achursprungs stammt zum größten Teil aus der Schmiechversickerung im oberen Schmiechtal bei Teuringshofen. Das Einzugsgebiet reicht ansonsten bis zum ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen. Die Schüttung beträgt zwischen 0,11 und 1,2 m³/s. Der Mittelwert ist 400 l/s. 

Freitag, 24. Februar 2017

Höllsternquelle Gutenberg bei Lenningen-Gutenberg im Geopark Schwäbische Alb

Die Höllsternquelle im Lenninger Tal bei Lenningen-Gutenberg ist eine stark schüttende Karstquelle am Hangfuß des Albtraufs am nordwestlichen Ortsrand von Gutenberg.

Die Höllsternquelle wurde vom Geopark Schwäbische Alb im April 2017 als sogenannter Geopoint ausgezeichnet. Mit diesem Label zeichnet der Geopark wichtige Geotope, Schauhöhlen, Naturhöhlen, archäologische Fundstätten und Museen aus. Mit Stand Ende 2016 gibt es bereits 17 Geopoints im Geopark Schwäbische Alb.

Die Geopoints des Geoparks Schwäbische Alb sind vor Ort mit einer Informationstafel kenntlich gemacht. Die Infotafel bei der Höllsternquelle erklärt die geologischen Randbedingungen sowie die Geschichte der Quelle.


Samstag, 5. Oktober 2013

Schlichemquelle bei Meßstetten-Tieringen

Das Flüsschen Schlichem ist 33 Kilometer lang. Die Quelle der Schlichem befindet sich auf der Südwestalb beim Meßstetter Stadtteil Tieringen.

Die Schlichem mündet bei Epfendorf als rechter Nebenfluss in den Neckar. In ihrem Lauf durchquert die Schlichem Teile der Schwäbischen Alb, des Keuperberglandes und des Gäugebiets mit seinen Muschelkalkfelsen. Ein eigentliches, durchgehendes Schlichemtal gibt es nicht. Die Schlichem bildet auf der Schwäbischen Alb ein Tal aus sowie in der Muschelkalklandschaft vor der Einmündung in den Neckar. Zwischen diesen beiden markanten Tälern fließt die Schlichem im Bereich des Keupers durch eine wellige Landschaft.

Freitag, 6. Januar 2012

Rems-Ursprung bei Essingen

Die Quelle des Flusses Rems, eines rechten Seitenflusses des Neckars, befindet sich auf der Ostalb bei Essingen.

Die Rems hat auf den ersten Blick nicht viel mit der Schwäbischen Alb zu tun. Zunächst denkt man bei der Rems an das weinberggeschmückte und milde Remstal östlich von Stuttgart. Ein kleines Stück verläuft die Rems jedoch auch auf der Schwäbischen Alb. Hierbei handelt es sich um den obersten Abschnitt der Rems von der Quelle bis zum Austritt aus der Albtafel bei Essingen.

Der Rems-Ursprung ist als Naturdenkmal ausgewiesen und ein Geotop. Die offizielle Quelle befindet sich unmittelbar neben der Landesstraße L 1165, die von Essingen hinauf auf die Schwäbische Alb zum Teilort Lauterburg führt. Eine Tafel beim Rems-Ursprung liefert einige Daten zur Rems. Der Rems-Ursprung liegt auf einer Höhe von 551 m ü NN, die Mündung in den Neckar liegt auf 203 m ü NN. Die Gesamtlänge des Flusses ist 80 Kilometer, das Gesamtgefälle 348 Meter. Das durchschnittliche Gefälle ist 4,35 Meter pro Kilometer.

Sonntag, 21. August 2011

Der Aachtopf - die stärkste Karstquelle Deutschlands


Der am Südrand der Schwäbischen Alb gelegene Aachtopf gilt als die stärkste Karstquelle Deutschlands

Dabei liegt die Ursache für die starke Quellschüttung nicht etwa in einem sehr großen Einzugsgebiet oder in überdurchschnittlich großen Niederschlägen in der Umgebung. Vielmehr schmückt sich der Aachtopf ein wenig mit fremden Federn. Denn das in der Quelle entspringende Wasser entstammt zu drei Viertel der Donau.

Die Donauversickerung bei Immendingen, Tuttlingen und Fridingen und der Aachtopf sind somit zwei Seiten derselben Medaille. Die größte "Flussversinkung" und die größte Quelle Deutschlands hängen unmittelbar miteinander zusammen. 12 Kilometer nordwestlich des Aachtopfs in Immendingen sowie 20 Kilometer nordnordöstlich in Fridingen versickert das Donauwasser im karstigen Juragestein. An manchen Tagen versickert so viel Wasser, dass die Donau hinter den Versickerungsstellen trockenliegt. Mit einem Gefälle von 15 Prozent (Immendingen) bzw. 7 Prozent (Fridingen) sickert das Wasser entlang der Juraschichten in Richtung Aachtopf. Hierbei überwindet es die Wasserscheide Schwarzes Meer - Nordsee.

Samstag, 2. Juli 2011

Schmiechquelle bei Schelklingen-Gundershofen


Der 25 Kilometer lange Fluss Schmiech befindet sich auf der Südseite, der Donauseite der Schwäbischen Alb. Die Schmiechquelle ist beim Weiler Springen, der zum Schelklinger Ortsteil Gundershofen gehört. 

Zunächst fließt die Schmiech in einem tief in die Hochfläche der Schwäbischen Alb eingeschnittenen Tal nach Osten. Bei Schelklingen biegt sie abrupt nach Süden ab und folgt einem Tal, das früher einmal von der Urdonau durchflossen wurde. Zuletzt fließt die Schmiech durch die Stadt Ehingen (Donau) und mündet südlich der Stadt in die Donau.

Der Ursprung der Schmiech ist eine Karstquelle. Das Wasser entströmt einer ca. 1,5 Meter hohen Quellhöhle sowie auch aus einer Felsspalte neben der Höhle. Die Wassermengen schwanken zwischen 60 und 900 Liter / Sekunde mit einem Mittelwert von 280 Liter / Sekunde. Das Gestein ist Weißjura Delta (Untere Felsenkalk-Formation). Die oberen Hänge des Tals gehören bereits zum Weißjura Epsilon (Obere Felsenkalk-Formation). Oberhalb der Schmiechquelle setzt sich das Tal als Trockental fort. 

Samstag, 28. Mai 2011

Brenztopf bei Königsbronn


Der Brenztopf gehört zu den größeren Karstquellen der Schwäbischen Alb. Am Ortsrand von Königsbronn auf der Ostalb befindet sich die Quelle der Brenz. 

Auf einer Infotafel vor Ort sind einige Daten zum Brenztopf angegeben: Der Inhalt des Brenztopfs ist 1.200 m³, die Quellschüttung ist bis zu 103.680 m³ täglich. Die Temperatur des Quellwassers beträgt das ganze Jahr über 7 Grad Celsius. Die Oberfläche des Brenztopfs ist 590 m² groß, die größte Länge ist 42,5 m, die größte Breite 19,5 m und die größte Tiefe ist 4,3 m. 

Dabei hätte der Brenztopf von Natur aus bescheidenere Abmessungen. Denn das Wasser beim Brenztopf wird für die Energiegewinnung gestaut. Die historische Wasserkraftanlage mit Hammerschmiede  wurde erst im Jahr 2000 restauriert und liefert seitdem wieder CO² freien Strom. Bereits im Jahr 1772 gab es eine Vorrichtung mit eisernen Wasserrädern und -schaufeln, die mechanische Energie erzeugte. 

Donnerstag, 29. Juli 2010

Ursprung der Weißen Lauter bei Lenningen - Gutenberg

Die Weiße Lauter, ein Quellfluss der Lenninger Lauter, entspringt oberhalb von Lenningen-Gutenberg im hintersten Lenninger Tal.

Die Lenninger Lauter entsteht durch den Zusammenfluss ihrer beiden Zuflüsse Schwarze und Weiße Lauter. Diese Zuflüsse wiederum werden von zahlreichen, teilweise sehr interessanten Quellen gespeist. Bereits im Post vom 12.10.09 war eine dieser Quellen das Thema, das Goldloch bei Lenningen - Schlattstall, eine der Quellen der Schwarzen Lauter.

Heute geht es um den Ursprung, also die Hauptquelle der Weißen Lauter. Diese Quelle befindet sich östlich von Lenningen - Gutenberg am Fuße der Kesselwand und innerhalb des Naturschutzgebiets Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern. Die Quelle ist auch als Geotop ausgewiesen. Das Wasser entspringt an der Schichtgrenze zwischen dem Weißen Jura beta (wasserdurchlässige Kalke) und dem Weißen Jura alpha (wasserundurchlässige Kalkmergel).


Freitag, 23. Juli 2010

Urspring - Quelltopf bei Schelklingen


Direkt beim ehemaligen Kloster (Kirche 1622 - 1627) und heutigen Gebäudekomplex der Urspringschule (evangelisches Landerziehungsheim mit reformpädagogischem Ansatz) auf der Gemarkung von Schelklingen befindet sich der Urspring-Quelltopf

Quelltöpfe (Quellen, bei denen das Wasser aus tieferen Schichten unter Druck nach oben quillt)  findet man vor allem auf der Südseite der Schwäbischen Alb. Das hat etwas mit der Neigung der Gesteinsschichten der Schwäbischen Alb nach Südosten zu tun.

Der Urspring-Quelltopf befindet sich in einer ehemaligen Flussschlinge der Donau. Heute fließt die Donau ca. 12 Kilometer weiter südlich bei Ehingen (Donau). Als die Donau noch durch das Tal bei Urspring floss, war die Talsohle tiefergelegen als heute. Damals war die Urspringquelle noch kein Quelltopf, sondern ein herkömmlicher Wasseraustritt am Fuß eines Felsens. Nachdem die Donau das Tal bei Urspring verlassen hat, füllte sich der Talboden im Laufe der Zeit immer weiter mit vorriss- und risseiszeitlichen Schottern auf. Dies führte dazu, dass die Quelle der Urspring verschüttet wurde und sich das Wasser nun einen neuen Weg nach oben suchen musste. Wegen des bestehenden Wasserdrucks gelang dies problemlos, so dass sich heute die von der Albhochfläche bis hinauf auf den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen kommenden und unter Druck stehenden Wasser durch das risseiszeitliche Geröll ihren Weg nach oben bahnen. 

Samstag, 26. Juni 2010

Nau-Ursprung bei Langenau


Die Nau ist ein nur 21 Kilometer langer Seitenfluss der Donau. Sie entspringt am Südrand der Ostalb westlich von Langenau und mündet bei Günzburg in die Donau.


Die Quelle der Nau befindet sich ca. 1100 Meter westnordwestlich des Zentrums von Langenau. Die Nau entspringt in einem ehemaligen Steinbruch, von dem heute jedoch nichts mehr zu sehen ist. Die Mulde des ehemaligen Steinbruchs ist jetzt mit dem Quellwasser der Nau gefüllt.

Die Schüttung der Nauquelle ist ca. 350 Liter / Sekunde. Das Wasser der Quelle stammt zu einem Teil vom Flüsschen Lone, das ca. 4 Kilometer nördlich des Nau-Ursprungs in West-Ost-Richtung fließt. Das Wasser der Lone versickert wegen des karstigen Untergrunds zwischen dem Häldelesfels und dem Salzbühl bei Bernstadt je nach Wasserführung ganz oder teilweise im Untergrund und kommt beim Nau-Ursprung sowie in einigen benachbarten Quellen wieder ans Tageslicht.

Freitag, 4. Juni 2010

Gallusquelle in Veringenstadt - Hermentingen


Die Gallusquelle im Laucherttal in Veringenstadt-Hermentingen ist eine der stärksten Quellen der Schwäbischen Alb. 

Betrachtet man nur die Westalb, ist die Galllusquelle nach der Achquelle bei Stockach die zweitstärkste Quelle. Die Ostalb ist allerdings quellenreicher. Dort gibt es einige Quellen, die stärker schütten als die Gallusquelle.



Die Gallusquelle befindet sich im Laucherttal, einem wunderschönen Seitental des Donautals. Die Quelle ist einfach erreichbar, man kann mit dem Auto bis zur Quelle am Ortsrand von Veringenstadt-Hermentingen fahren. Allerdings kann man direkt bei der Quelle nicht parken. Somit ist es besser, irgendwo im Ortskern von Hermentingen zu parken und ca. 5 Minuten zu Fuß zur Quelle zu gehen.

Wegen ihrer starken Schüttung hat man die Gallusquelle im Jahr 1952 für die Wasserversorgung des Zweckverbands Zollernalbgruppe gefasst. Das Wasser, das man heute offen abfließen sieht, ist nur ein Teil der gesamten Schüttung der Quelle.