Montag, 28. Januar 2019

Die sieben Keltern auf dem Kelternplatz in Metzingen

Die sieben Keltern auf dem Kelternplatz in Metzingen bilden ein einmaliges Gebäudeensemble. Metzingen liegt am Fuß des Albtraufs dort, wo die Erms die Schwäbische Alb verlässt.

Eine Infotafel auf dem Kelternplatz veranschaulicht die Geschichte der Weinkeltern.

Demnach befand sich der Kelternplatz ursprünglich am Ortsrand von Metzingen. Im Jahr 1281 wurden die Keltern zum ersten Mal erwähnt. Bereits vor dem Jahr 1500 gab es sieben Keltern. Die Hallen bei allen sieben Keltern waren früher offen. Sie dienten als Wetterschutz für je zwei bis drei Pressen, zur Aufbewahrung von Bütten (Tragkörbe) und sonstigem Gerät.

Zwei der sieben Keltern besitzen Weinkeller. Einige der Keltern sind mehrfach abgebrannt, zuletzt 1634 und 1644. 

Alle sieben Keltern haben einen eigenen Namen und eine moderne Nutzung:

Donnerstag, 24. Januar 2019

Der Landkreis Reutlingen hat Anteil an 15 FFH-Gebieten des EU-Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000

Der Landkreis Reutlingen hat Anteil an 15 FFH-Gebieten des EU-Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000.

Das geht aus der Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen zu den FFH-Gebieten vom 05. November 2018 hervor. Mit dieser Verordnung sowie den entsprechenden Verordnungen der drei anderen Regierungspräsidien wurden die FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat-Gebiete) vom Land Baden-Württemberg als zuständigem Gesetzgeber in nationales Recht umgesetzt, wie es die FFH-Richtlinie der EU vorgibt.

Der Landkreis Reutlingen erstreckt sich unter anderem auch über die Schwäbische Alb und deren Vorland. Der Landkreis Reutlingen hat auch Anteil am Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Die 15 FFH-Gebiete im Landkreis Reutlingen im Einzelnen:

Sonntag, 20. Januar 2019

Aussicht von der Burgruine Alter Lichtenstein über dem hintersten Echaztal

Die Burgruine Alter Lichtenstein am Rand des Echaztals war im Post vom 07.12.2011 schon einmal Thema in diesem Blog. Ein Besucht der Burgruine Alter Lichtenstein ist jedoch auch wegen der Aussicht lohnend.

Die Aussicht von der Burgruine Alter Lichtenstein ist sogar noch etwas beeindruckender als von den für die Allgemeinheit ohne Eintrittsgebühr zugänglichen Teilen des Albtraufs weiter nordwestlich beim Schloss Lichtenstein.

Der Blick geht in das obere Echaztal. Besonders eindrucksvoll zeigt sich auf der gegenüberliegenden Talseite die Felsengalerie vom Locherstein bis zum Rötelstein. Im Hintergrund erheben sich der Urselberg und der Urselhochberg (rechts des Tals) sowie der Lippentaler Hochberg (links des Tals). In Richtung Südosten blickt man auf die Albhochfläche bei Engstingen und ein sogenanntes geköpftes Tal. Denn das Lautertal, ein Seitental des Donautals, reichte vor vielen Millionen Jahren viel weiter nördlich, bevor es von der Echaz "geköpft" worden ist. Bei ganz klarer Sicht müssten hier auch die Alpen zu sehen sein.

Mittwoch, 16. Januar 2019

Das Fort Oberer Kuhberg der Bundesfestung Ulm

Das Fort Oberer Kuhberg ist eines der Außenforts sowie das Werk XXXII der Bundesfestung Ulm, der größten Festungsanlage Europas.

Das Fort Oberer Kuhberg wurde 1848 - 1857 erbaut. Um 1880 mussten viele Mauerteile niedriger gemacht werden, damit sie für die neue, weitreichende Artillerie nicht von weitem sichtbar waren. 1904 wurde das Fort gegen die Wirkung der neu aufgekommenen Brisanzmunition verstärkt. Im Jahr 1916 verlor das Fort Oberer Kuhberg seine Bedeutung als Festungsbauwerk. 

Während des deutsch-französischen Kriegs 1870/71 waren im Fort Oberer Kuhberg Kriegsgefangene interniert. Von 1933 bis 1935 war im Fort Oberer Kuhberg ein Konzentrationslager untergebracht. Während des Zweiten Weltkriegs waren im Fort Rüstungsbetriebe und Schutzräume für die Bevölkerung eingerichtet. Von 1947 bis 1957 wurde im Fort die Gastwirtschaft "Zum Hochsträß" betrieben.

Das Fort Oberer Kuhberg ist  die einzige Anlage der Bundesfestung Ulm, die vollständig erhalten und in allen Teilen museal hergerichtet ist.

Sonntag, 13. Januar 2019

Ulms neue Straßenbahnlinie 2


Am 08. Dezember 2018 wurde in Ulm die neue Straßenbahnlinie 2 feierlich eröffnet. Der Beschluss des Gemeinderats zum Bau der neuen Straßenbahnlinie erging am 06. Mai 2015.

Die Linie 2 führt vom Kuhberg bis zum Oberen Eselsberg. Die Streckenlänge beträgt 9,3 Kilometer. Die Kosten beliefen sich auf 269 Millionen Euro und waren damit 44 Millionen Euro höher als geplant.

Die Straßenbahnlinie 2 überquert die Eisenbahnanlagen nördlich des Ulmer Hauptbahnhofs mit der neuen Kienlesbergbrücke - einem neuen architektonischen Wahrzeichen der Stadt. Diese 270 Meter lange und 20 Millionen Euro teure Brücke ist das größte Einzelprojekt im Verlauf der Straßenbahnlinie 2.

Zwischen der Verzweigung westlich der Haltestelle Ehinger Tor über die Haltestelle Hauptbahnhof bis zur Verzweigung bei der Haltestelle Theater verläuft die Straßenbahnlinie 2 gemeinsam mit der Straßenbahnlinie 1. Der neue Streckenabschnitt der Straßenbahnlinie 2 zum Kuhberg ist 2.2 Kilometer lang. Der neue Streckenabschnitt zum Oberen Eselsberg misst 6,7 Kilometer. 

Mittwoch, 9. Januar 2019

Aussicht vom Bergrücken Himmelreich bei Schwäbisch Gmünd-Bargau

Himmelreich nennt sich ein 698 m ü NN hoher Ausliegerberg der Schwäbischen Alb südöstlich von Schwäbisch Gmünd-Bargau sowie südwestlich von Heubach.

Vom Bergrücken Himmelreich hat man an einzelnen Stellen eine Sicht nach Südwesten, in Richtung Kaltes Feld und Drei Kaiserberge. Der Bergrücken Himmelreich ist über den Bergsattel Beurener Kreuz, 633 m ü NN, mit der Tafel der Schwäbischen Alb verbunden. Nordöstlich des Bergrückens Himmelreich schließt ein weiterer Ausliegerberg an, der etwas bekanntere Scheuelberg.

Der Bergrücken Himmelreich ist zum größeren Teil bewaldet. Am oberen Westhang gibt es jedoch auch Wacholderheiden, die einen Blick in Richtung Südwesten erlauben. Südlich des höchsten Punkts des Bergrückens Himmelreich steht das Naturfreundehaus Himmelreich.

Sonntag, 6. Januar 2019

Aussicht vom Ostfels des Scheuelbergs bei Heubach

Bei Heubach erreicht der Albtrauf der Ostalb seinen Höhepunkt. Der Ort liegt zwischen den markanten Ausliegerbergen Rosenstein und Scheuelberg. Vom Ostfels des Scheuelbergs hat man einen schönen Blick über den Talkessel von Heubach hinweg auf den Rosenstein.

Der Scheuelberg ist durchgehend bewaldet. Von seiner Hochfläche hat man nur an zwei Stellen eine Aussicht. Das sind der Aussichtspunkt Ostfels sowie der Aussichtspunkt Hoher Fels (Westfels). Vom Aussichtspunkt Ostfels blickt man auf den topographisch sehr bewegten Talkessel von Heubach. Vom Aussichtspunkt Hoher Fels (Westfels) blickt man fast ausschließlich in Richtung Norden auf das Albvorland und die dahinter aufragenden Schwäbisch-Fränkischen Waldberge. 

Von beiden Aussichtspunkten ist der Blick durch die Vegetation zudem ein wenig eingeengt. Das Winterhalbjahr dürfte somit die beste Zeit für den Besuch des Aussichtspunkts Ostfels sein - vorausgesetzt, dass der Anstiegsweg nicht durch Schnee unpassierbar ist.

Mittwoch, 2. Januar 2019

Auf dem Jakobsweg von Oberkochen über den Albuch nach Heubach

Im heutigen Post in diesem Blog wandern wir im Verlauf der Etappe von Oberkochen nach Heubach des Jakobswegs Neresheim-Rottenburg.

Diese Etappe ist ca. 15,8 Kilometer lang. Aus dem Tal des Kochers bei Oberkochen geht es hinauf auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb mit dem Albuch. Über diese sehr waldreiche Hochfläche wandert man bis zum Albtrauf bei der Stadt Heubach, zu der man hinabsteigt.

Vom Wegweiserstandort Volkmarsberg Süd bis zum Etappenende in Heubach verläuft der Jakobsweg gemeinsam mit dem Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (Albsteig). Hier profitiert der Jakobsweg von der sehr guten Beschilderung des Albsteigs, so dass eine genaue Wegbeschreibung nicht erforderlich ist.

Im Abschnitt zwischen dem Bahnhof von Oberkochen und dem Wegweiserstandort Volkmarsberg Süd ist der Jakobsweg mit dem Wegzeichen "Gelbes Strahlenbündel auf blauem Grund" markiert, allerdings fast ohne Wegweiser, so dass hier eine größere Aufmerksamkeit für den Wegverlauf erforderlich ist. Der Fokus des Strahlenbündels zeigt die Wegrichtung an.