Dienstag, 27. Dezember 2011

Naturschutzgebiet "Hülenbuchwiesen" bei Meßstetten-Tieringen

Das Naturschutzgebiet Hülenbuchwiesen auf der Albhochfläche der Zollernalb beim Meßstetter Stadtteil Tieringen gehört zu den bedeutendsten Magerwiesen der Schwäbischen Alb. 

Magerwiesen, die ohne den Einsatz von Düngern nur einmal im Jahr gemäht werden bzw. die von Schafen beweidet werden, prägten früher weite Teile der Hochfläche der Schwäbischen Alb. Im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft mit der Düngung der Wiesen und der Aufgabe von Wiesen und deren Aufforstung sind Magerwiesen selten geworden. Damit einher geht auch eine Verarmung bei der Artenvielfalt.

Auf den Hülenbuchwiesen, einem Teil der Albhochfläche südlich des Hörnle und nördlich des Meßstetter Stadtteils Tieringen, ist es gelungen, eine für die Schwäbische Alb typische Wiesenlandschaft zu erhalten. Das 42 Hektar große Naturschutzgebiet Hülenbuchwiesen wurde im Jahr 1984 ausgewiesen, gerade noch rechtzeitig, bevor die Wiesen einer intensiveren Nutzung unterzogen werden konnten. Seit dem Jahr 1990 ist eine Fortführung der extensiven Nutzung der Wiesen über einen Pflegevertrag geregelt. Die angestrebte Erweiterung des Naturschutzgebiets nach Süden konnte bisher noch nicht umgesetzt werden, unter anderem ist dies auch eine Kostenfrage.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Aussicht vom Hartberg bei Bad Urach-Seeburg

Der Hartberg befindet sich im hintersten Ermstal beim Bad Uracher Stadtteil Seeburg. 

Der Bad Uracher Stadtteil Seeburg liegt im hintersten Ermstal, das dort tief in die Tafel der Schwäbischen Alb eingeschnitten ist. Vier Täler stoßen bei Seeburg zusammen. Nach Nordnordwesten erstreckt sich das Ermstal, nach Nordosten das Fischburgtal, nach Südosten das Mühltal mit der Fortsetzung der Trailfinger Schlucht und nach Süden das Seetal.

Die Talspinne von Seeburg wird im Norden vom Hang des Hartbergs begrenzt. Der Hartberg ist nicht bewaldet. Von der oberen Hangkante des Hartbergs aus bietet sich ein grandioser Blick auf die Schwäbische Alb mit den Tälern um Seeburg.

Samstag, 10. Dezember 2011

Neues Infofaltblatt zum Naturschutzgebiet "Nordalbhänge"

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat im September 2011 ein Faltblatt zum Naturschutzgebiet Nordalbhänge herausgegeben. Bei den Nordalbhängen handelt es sich nicht etwa um die Hänge der nördlichen Schwäbischen Alb. Vielmehr trägt ein Ausliegerberg der Filsalb bei Deggingen im Oberen Filstal den Namen Nordalb.

Das 95 Hektar große Naturschutzgebiet Nordalbhänge wurde im Jahr 1983 ausgewiesen. Das Gebiet umfasst einen Teil des Südhangs des Ausliegerbergs Nordalb. Dort finden sich Magerwiesen, Wacholderheiden, Buchenwälder und die typischen Weißjurafelsen der Schwäbischen Alb.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Burgruine Alter Lichtenstein

Die Burgruine Alter Lichtenstein befindet sich nur wenige hundert Meter südlich des weitbekannten Schlosses Lichtenstein über dem hintersten Echaztal. 

Das Schloss Lichtenstein gehört zu den bekanntesten Gebäuden der Schwäbischen Alb. Beim Betrachten des auf einem steilen Felsen über dem Echaztal thronenden Schlosses vergisst man jedoch manchmal, dass das Schloss Lichtenstein keineswegs aus dem Mittelalter stammt. Das Schloss wurde erst in den Jahren 1840 bis 1842, einer romantischen Idee folgend, erbaut. Im Mittelalter befand sich an der Stelle des heutigen Schlosses eine Burg, von der heute keine Reste mehr zu sehen sind.

Einige hundert Meter südlich des Schlosses Lichtenstein stand im Mittelalter ebenfalls eine Burg. Von dieser Burg sind heute noch Reste erhalten. Diese Burgruine nennt man heute Alter Lichtenstein. Die Burg Alter Lichtenstein wurde zwischen 1150 und 1200 erbaut. Im Jahr 1311 wurde die Burg ein erstes Mal zerstört. Im Jahr 1315 wurde die Burg wiederaufgebaut, aber im Städtekrieg 1377 bis 1388 erneut und endgültig zerstört. Seit dem Jahr 1389 ist Württemberg im Besitz der Ruine.

Der zur Burgruine Alter Lichtenstein nächstgelegene mit dem Auto erreichbare Punkt ist der Parkplatz von Schloss Lichtenstein. Ihn erreicht man über die B 312 Reutlingen-Riedlingen. Von Reutlingen her kommend steigt die B 312 bei Lichtenstein-Honau auf die Albhochfläche an. Nach dem Erreichen der Albhochfläche biegt man bei der ersten Kreisverkehrsanlage nach rechts auf die L 230 ab. 1,7 Kilometer hinter der Kreisverkehrsanlage biegt man nach rechts auf die Stichstraße ab, die zum Schloss Lichtenstein hochführt.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Vogelherdhöhle ist Geotop des Monats

Das beim baden-württembergischen Regierungspräsidium Freiburg angesiedelte Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau kürt seit kurzem das Geotop des Monats. Im Monat November 2011 hat ein Geotop auf der Schwäbischen Alb die Auszeichnung erhalten, die Vogelherdhöhle.

Die Vogelherdhöhle befindet sich im unteren Lonetal nur wenige Kilometer von der Mündung der Lone in den Fluss Hürbe entfernt. Die Bedeutung der beiden Kleinhöhlen, die die Vogelherdhöhle ausmachen, liegt weniger in ihrer Größe oder Schönheit. Vielmehr wurden in der Vogelherdhöhle Werkzeuge eiszeitlicher Jäger gefunden. Diese Kunstwerke haben ein Alter von ca. 32.000 Jahren. Sie gehören zu den ersten von Menschenhand überlieferten Bildnissen, die bis heute erhalten sind. Einige der Ausgrabungen sind im Ulmer Museum und im Schloss Hohentübingen zu besichtigen.

Mit dem Auto erreicht man die Vogelherdhöhle am schnellsten über die Autobahn A7, Ausfahrt Niederstotzingen. Von der Ausfahrt folgt man der Landesstraße L 1168 in Richtung Niederstotzingen (Richtung Südosten). Zunächst fährt man durch den Ort Bissingen. Dann quert man das Lonetal. Im Lonetal befindet sich bei der L 1168 ein Parkplatz. Die Vogelherdhöhle liegt in der Nähe der Straße am Südosthang des Lonetals. Die Entfernung von der Anschlussstelle Niederstotzingen bis zum Parkplatz ist ca. 3 Kilometer.

Donnerstag, 24. November 2011

Besinnungsweg Ehinger Alb, Teil 2


Im vorangegangenen Post in diesem Blog ging es um einige allgemeine Aspekte zum neuen Besinnungsweg auf der Ehinger Alb, einem 50 Kilometer langen Rundweg, der vom Deutschen Wanderverband mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet worden ist.

Heute wollen wir diesen Weg einmal testen und wandern hierbei vom Ehinger Teilort Granheim zum Ehinger Teilort Erbstetten. Diese Strecke ist in einfacher Richtung ca. 6 Kilometer lang. Granheim erreicht man über die B 465 Münsingen - Ehingen. Der Ort befindet sich ca. 2,5 Kilometer südwestlich der Bundesstraße. In Granheim gibt es Parkplätze an der Straße Richtung Dächingen am Ortsende bei einem Sportgelände. Leider sind diese Parkmöglichkeiten im Ort nicht ausgeschildert.

Wer hauptsächlich diejenigen Teile der Schwäbischen Alb kennt, die im Norden am Albtrauf in der Nähe der Verdichtungsräume Stuttgart/Esslingen oder Reutlingen/Tübingen liegen, wird sich hier auf der Ehinger Alb wundern. Hier kommt man sich vor wie in einer Zeitmaschine, als ob man plötzlich mehrere Jahrzehnte zurückversetzt ist. Einrichtungen für Touristen sind nur spärlich vorhanden oder nicht ausgeschildert. Die Besiedlung des Gebiets ist vergleichsweise dünn (das ist ja eher positiv zu werten). Ein leicht welliges, unspektakuläres Gelände mit Wiesen, Äckern und Wäldern bestimmt die Szenerie.

Sonntag, 20. November 2011

Besinnungsweg Ehinger Alb, Teil 1


Der Besinnungsweg Ehinger Alb ist ein vom Deutschen Wanderverband zertifizierter Qualitätsweg Wanderbares Deutschland mit einer Länge von 50 Kilometern.

Bereits im Post vom 17.09.2011 in diesem Blog war der neue Wanderweg "Besinnungsweg Ehinger Alb" das Thema. Dieser genau 50 Kilometer lange Rundwanderweg auf der Gemarkung von Ehingen (Donau) hat zeitgleich mit seiner Eröffnung vom Deutschen Wanderverband das Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland erhalten.

Im heutigen und im folgenden Post soll der Besinnungsweg noch einmal das Thema sein. Heute geht es um die Beschilderung des Wegs, im nächsten Post wandern wir auf dem Besinnungsweg von Granheim nach Erbstetten.

Man muss es ganz klar sagen: der Besinnungsweg ist hervorragend beschildert. Das Zeichen des Wegs ist in kurzen Abständen vorhanden. Regelmäßig finden sich zudem Tafeln mit den nächsten Zielen und den Entfernungen. Über 30 Informationstafeln informieren unterwegs über naturkundliche und heimatkundliche Themen.

Mittwoch, 16. November 2011

Naturschutzgebiet "Schopfeln-Rehletal" bei Immendingen beträchtlich vergrößert

Das Regierungspräsidium Freiburg hat Anfang November 2011 die Verordnung über das Naturschutzgebiet Schopfeln-Rehletal im Bereich der Hegaualb in Kraft gesetzt. Das Gebiet befindet sich auf der Gemarkung von Immendingen und zu einem kleineren Teil auf der Gemarkung von Engen.

Bereits im Jahr 1973 wurde das 66,8 Hektar große Naturschutzgebiet Ramberg-Rehletal verordnet. Nun wurde das Schutzgebiet auf die Fläche von 173 Hektar erweitert und in Schopfeln-Rehletal umbenannt. Das Naturschutzgebiet liegt auf beiden Seiten der Bahnlinie Tuttlingen - Singen, südlich des Hattinger Tunnels. Die Autobahn A 81 verläuft wenige Kilometer westlich des Gebiets. Die nächstgelegenen Ortschaften sind Mauenheim und Hattingen.

Donnerstag, 10. November 2011

Neues Infofaltblatt zum Naturschutzgebiet "Eybtal mit Teilen des Längen- und Rohrachtals"

Das Naturschutzgebiet Eybtal mit Teilen des Längen- und Rohrachtales ist nicht nur das größte Naturschutzgebiet des Regierungsbezirks Stuttgart, sondern auch der Schwäbischen Alb. Nun hat das Regierungspräsidium Stuttgart ein Info-Faltblatt über dieses Naturschutzgebiet herausgegeben. Das Faltblatt kann man bestellen bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) auf der Internetseite www.lubw.de.

Inhalt des Faltblatts ist unter anderem eine genau Karte des Schutzgebiets mit den Schutzgebietsgrenzen, den Wanderwegen, Reitwegen, Parkplätzen, Aussichtspunkten und Felsen. Der Text des Faltblatts behandelt unter anderem die Themen europäisches Naturerbe Natura 2000, Geologie und Karsterscheinungen, Mühlen und Müller, Nutzung und Pflege, Zeugen der Vergangenheit, Wald und Kulturlandschaft, Waldlebensräume, weitere Biotope außerhalb des Waldes, Totholz, die Eibe, Besonderheiten der Tierwelt, Geotope und Felsbiotope.

Montag, 7. November 2011

Aussicht vom Michelskäppele oberhalb von Bad Urach


Das Michelskäppele ist einer der zahlreichen Aussichtspunkte im Talsystem des Ermstals bei Bad Urach.

Kaum eine andere Stadt der Schwäbischen Alb ist so wie Bad Urach in ein enges Tal (das Ermstal) eingezwängt. Bei Bad Urach münden mehrere Seitentäler in das Ermstal. Das garantiert für eine Vielzahl unterschiedlicher Ansichten auf Bad Urach aus unterschiedlichsten Himmelsrichtungen und Höhenlagen. 

Einer der vielen Aussichtspunkte auf Bad Urach ist das Michelskäppele. Dieser Aussichtspavillon befindet sich im Südosten der Innenstadt von Bad Urach auf Dreiviertelshöhe am Berghang, der das Ermstal von der Zittelstatt trennt. Der Aussichtspavillon erinnert an die Wallfahrtskapelle St. Michael auf dem Hohenberg, die 1534 abgebrochen worden ist und ca. 120 Meter tiefer am Hang gestanden hat. Im Jahr 1880 ließ der Uracher Textilfabrikant Eugen Groß einen ersten Aussichtspavillon am Berghang erstellen. Für die Aussicht musste der Wald unterhalb des Pavillon gerodet werden.

Mittwoch, 2. November 2011

Baßgeige mit Brucker Fels und Beurener Fels


Die Baßgeige zwischen dem Lenninger Tal im Osten und dem Tal von Beuren im Westen ist ein besonders markanter Teil des Albtraufs. Die beiden Enden der Baßgeige sind der Brucker Fels und der Beurener Fels.

Nach Norden hin zeigt sich die Bassgeige als ein gleichmäßiger, geschwungener, hoher Teil der Schwäbischen Alb. Ihren Namen leitet die Bassgeige von ihrer Grundrissform ab. Wenn man von oben auf diesen Teil des Albtraufs blickt, wird man an das Musikinstrument erinnert.

Die Baßgeige ist der nördlichste Teil der Erckenbrechtsweiler Berghalbinsel. So nennt man die Albhochfläche zwischen dem Lenninger Tal und dem Ermstal. Wegen eines geologischen Grabenbruchs (übrigens die südöstliche Fortsetzung des bekannten Fildergrabens) ist die Hochfläche der Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel um ca. 100 Höhenmeter gegenüber den östlich und westlich anschließenden Teilen der Albhochfläche abgesackt.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Aussicht vom Roßbergturm bei Reutlingen-Gönningen


Bewertungen sind immer auch eine subjektive Angelegenheit. Aber möglicherweise ist die Aussicht, die sich vom Roßbergturm auf der Mittleren Schwäbischen Alb bei Reutlingen-Gönningen bietet, die Beste der ganzen Alb. Das muss ich selbstverständlich begründen.

Zum einen liegt der Roßbergturm am Albtrauf. Dies garantiert besonders weite Blicke auf das Albvorland. Dann ist der Albtrauf gerade im Bereich des Roßbergs besonders stark gegliedert. Die Schwäbische Alb steigt hier in zwei Stufen an. Das ist weder weiter im Osten noch weiter im Westen noch einmal der Fall. Und der Roßberg hat auch die richtige Lage, um bei klarem Wetter große Teile des Schwarzwalds und sogar die Alpen im Süden sehen zu können.

Man kann auf einer schmalen Straße bis auf den Gipfel des Roßbergs fahren. Ansonsten gibt es Parkmöglichkeiten am Fuß des Roßbergs auf dem Roßfeld. Von dort folgt man einem Wanderweg. Das Roßfeld erreicht man von Reutlingen aus, indem man zunächst zum Stadtteil Gönningen fährt, von dort auf die Albhochfläche fährt und am Beginn des Sonnenbühler Teilorts Genkingen nach rechts abbiegt. Mit dem Linienbus kommt man von Reutlingen nach Gönningen. Von dort führen Wanderwege hinauf zum Roßfeld. Das Wanderheim mit Turm hat am Montag und Dienstag Ruhetage. Dann ist der Turm nicht geöffnet.    

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Naturschutzgebiet Spielburg bei Hohenstaufen

Das Naturschutzgebiet Spielburg befindet sich im Landkreis Göppingen beim Göppinger Stadtteil Hohenstaufen und am südwestlichen Fuß des bekannten Berges Hohenstaufen, eines der Drei Kaiserberge.

Der Hohenstaufen ist ein Zeugenberg, der der Tafel der Schwäbischen Alb vorgelagert ist. In der Nachbarschaft des Hohenstaufen befinden sich zwei weitere Zeugenberge. Alle drei nennt man auch die Dreikaiserberge. Namensgebend ist das mittelalterliche Herrschergeschlecht der Staufer, die ihre Stammburg auf dem Hohenstaufen hatten.

Am südwestlichen Fuß des Hohenstaufen erstreckt sich das Naturschutzgebiet Spielburg. Das 31,2 Hektar große Schutzgebiet wurde im Jahr 1994 verordnet. Vor Millionen von Jahren, als die Tafel der Schwäbischen Alb noch bis zum Hohenstaufen reichte, rutschte eine Weißjurascholle vom Albtrauf ab und bliebt am Fuß der Schwäbischen Alb liegen. Ein kleiner Teil dieser einst abgerutschten Weißjurascholle ist heute noch vorhanden. Um sie herum erstreckt sich das Schutzgebiet. Im Gebiet sieht man immer wieder größere und kleinere Weißjurabrocken. Ansonsten gibt es im Gebiet Magerrasen und Streuobstwiesen - auch dies waren Gründe, das Gebiet unter Schutz zu stellen.

Montag, 10. Oktober 2011

Info-Pavillon zum Biosphärengebiet in Ehingen-Dächingen

Der Info-Pavillon mitten in Ehingen-Dächingen ist eines der Informations und Erlebniszentren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Langsam aber sicher wird die Information für die Besucher des Biosphärengebiets Schwäbische Alb immer besser. Das zentrale Informationszentrum des Biosphärengebiets ist im Alten Lager am Rand des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen in Betrieb gegangen. Das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb ist als Nordportal des Biosphärengebiets ausgebaut worden. Und auch im Ehinger Stadtteil Dächingen auf der Ehinger Alb ist jetzt ein Informationspavillon im Bau. Insgesamt sind im Biosphärengebiet 15 Informationsstellen geplant.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Aussicht vom Gießstein bei Lichtenstein-Unterhausen


An der Spitze einer Bergnase am Westhang des Echaztals erhebt sich über dem Lichtensteiner Teilort Unterhausen der Gießstein. Durch die vorgeschobene Lage bietet sich vom Gießstein ein interessanter Blick auf das Echaztal. Das Echaztal schneidet von Reutlingen nach Süden tief in die Tafel der Schwäbischen Alb ein.

Den Gießstein erreicht man direkt von Unterhausen auf einem Wanderweg. Hierbei ist ein Höhenunterschied von ca. 270 Meter zu bewältigen. Man kann den Gießstein auch von Schloss Lichtenstein aus erreichen, indem man dem Schwäbische Alb-Nordrandweg am Albtrauf entlang folgt (2 Kilometer). Schloss Lichtenstein ist mit dem Auto anfahrbar. Südwestlich des Gießsteins führt ein Sträßchen auf die Albhochfläche, das Unterhausen mit der Nebelhöhle verbindet. Dort wo dieses Sträßchen die Albhochfläche erreicht, befindet sich ein Parkplatz. Vom Parkplatz folgt man ebenfalls dem Schwäbische Alb-Nordrandweg und erreicht nach 1,5 Kilometern den Gießstein.

Das Echaztal mit Schloss Lichtenstein ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Echaztal mit Schloss Lichtenstein. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.  

Montag, 26. September 2011

Kernzone Hüttener Eichhalde im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Kernzone Hüttener Eichhalde - Bärental ist ein Teil der Kernzone Schmiechtal, einer von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 

Die Kernzone Hüttener Eichhalde - Bärental befindet sich  im Schmiechtal beim Schelklinger Teilort Hütten. Diese Teilzone gliedert sich wiederum in drei einzelne Gebiete auf. Das größte dieser Gebiete befindet sich direkt bei der Ortschaft Hütten und umfasst das Bärental (ein kurzes Seitental des Schmiechtals) sowie die Südhänge des Schmiechtals zwischen den Ortschaften Hütten und Gundershofen. 

Samstag, 17. September 2011

Besinnungsweg Ehinger Alb ist neuer Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

Die Schwäbische Alb hat seit dem 2. September 2011 einen neuen Qualitätsweg Wanderbares Deutschland. Der Deutsche Wanderverband hat auf der Messe TourNatur in Düsseldorf dem Besinnungsweg Ehinger Alb dieses Label vergeben.

Auf der Schwäbischen Alb gibt es nun vier vom Deutschen Wanderverband mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifizierte Wege. Dies sind außer dem Besinnungsweg Ehinger Alb der Schwäbische Alb-Nordrandweg, der Donauberglandweg und der Donau-Zollernalb-Weg.

Der genau 50 Kilometer lange Besinnungsweg Ehinger Alb verläuft in einem Rundkurs im Alb-Donau-Kreis über das Gebiet der Ehinger Teilorte Erbstetten, Granheim, Frankenhofen, Dächingen, Altsteußlingen und Mundingen. Der Weg wurde mit Unterstützung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb eingerichtet.    

Montag, 12. September 2011

Naturschutzgebiet Volkmarsberg bei Oberkochen

Wie eine Insel liegt inmitten ausgedehnter Wälder im nördlichen Albuch das Naturschutzgebiet Volkmarsberg.

Das 68,1 Hektar große und bereits im Jahr 1938 ausgewiesene Schutzgebiet bewahrt eine alte Wacholderheide, wie sie früher für weite Teile der Schwäbischen Alb typisch war. Es ist eines der ältesten Naturschutzgebiete des heutigen Baden-Württemberg.

Der 743 Meter ü NN hohe Volkmarsberg befindet sich westlich des Kochertals ca. 1,5 Kilometer Luftlinie westnordwestlich von Oberkochen. Auf dem Gipfel des Volkmarsbergs befinden sich ein Aussichtsturm sowie eine Hütte mit Bewirtung, die jedoch oft nur an Wochenenden geöffnet sind. Das Schutzgebiet erstreckt sich rund um den Gipfel des Volkmarsbergs. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Südhang des Bergs. Die Wacholderheide war früher noch wesentlich größer. Heute sind zwei Drittel der Schutzgebietsfläche von Wald bedeckt. Das restliche Drittel muss durch regelmäßige Schafbeweidung bzw. durch jährliches Mähen offengehalten werden.  

Montag, 5. September 2011

Wandermagazin zeichnet Premiumwanderweg "Zollernburg-Panorama" aus

Das Wandermagazin, Deutschlands führende Zeitschrift für das Wandern, zeichnet jedes Jahr im September die schönsten Wanderwege Deutschlands aus. Bei der Auszeichnung im Jahr 2011 erhielt in der Kategorie der Touren (Tageswanderungen) der Premiumwanderweg Zollernburg-Panorma auf der Zollernalb den zweiten von drei vergebenen Plätzen.

Der Wanderweg "Zollernburg-Panorama" gehört zu den sogenannten Traufgängen. Die Traufgänge umfassen sieben Wanderwege bei Albstadt. Alle sieben Wanderwege wurden vom Deutschen Wanderinstitut bereits als Premiumwege zertifiziert. Nun hat es der Wanderweg Zollernburg-Panorama bis zum zweitschönsten Wanderweg Deutschlands geschafft. Und dies ist gleichzeitig der erste Wanderweg der Schwäbischen Alb, der überhaupt jemals vom Wandermagazin ausgezeichnet worden ist.

Der Wanderweg Zollernburg-Panorama ist in diesem Blog kein Unbekannter. Denn in den Posts vom 09.06., 11.06. und 13.06.2011 ist dieser Wanderweg ausführlich beschrieben.

Für die Wahl zum schönsten Wanderweg Deutschlands können Wanderwege von den Lesern des Wandermagazins nominiert werden. Bei den Tageswanderungen wurden 31 Wege nominiert. Die nominierten Wege werden anschließend von der Fachredaktion des Wandermagazins beurteilt und getestet. Die drei besten getesteten Wege werden mit einem Preis ausgezeichnet. Zum Wanderweg Zollernburg-Panorama heißt es in der Bewertung der Jury unter anderem: "faszinierend und mit allen Schönheiten der Schwäbischen Alb ausgestattet."

Hier sind die Premiumwanderwege der Schwäbischen Alb nach ihrer Erlebnispunktzahl sortiert ("Die Hitparade der Premiumwanderwege"). Von dort sind alle Artikel dieses Blogs, die sich mit einzelnen Premiumwanderwegen befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über die Traufgänge bei Albstadt, die ersten Premiumwege der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Traufgängen befassen, verlinkt.

Die Zollernalb um Hohenzollern und Raichberg ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über diesen Teil der Zollernalb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.

Die Zollernalb rund um Albstadt ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb.Hier gibt es eine Übersicht über die Zollernalb rund um Albstadt. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.

Samstag, 3. September 2011

Naturschutzzentrum Schopflocher Alb umgebaut und erweitert


Anfang Juli 2011 wurde nach einjähriger Umbauzeit das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb auf der Esslinger Alb wiedereröffnet. 

Das im Landkreis Esslingen gelegene Naturschutzzentrum hat jetzt eine zusätzliche Aufgabe bekommen. Es dient jetzt auch als Nordportal des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und ist ein Informations- und Erlebniszentrum des Biosphärengebiets. Zudem befindet sich im Gebäude eine Infostelle des Geoparks Schwäbische Alb.

Das Naturschutzzentrum wurde zum ersten Mal im Jahr 1989 eröffnet. Es war damals das einzige Naturschutzzentrum in BW, das von einem Landkreis (Landkreis Esslingen) betrieben wurde. Seit dem Jahr 1996 sind der Landkreis Esslingen und das Land Baden-Württemberg gemeinsam Träger des Naturschutzzentrums. 

Sonntag, 28. August 2011

Wanderung im Verlauf des Premiumwanderwegs Hossinger Leiter bei Albstadt, Teil 2 von 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über eine Wanderung im Verlauf des Premiumwanderwegs Hossinger Leiter aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Premiumwanderwege sind Wanderwege, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifiziert worden sind.

Heute geht es um das Wegstück von der Albhochfläche bei Hossingen über den Gräbelesberg hinab zum Parkplatz Brunnental bei Albstadt-Laufen. 

Im vorangegangenen Post war die erste Hälfte des Wegs an der Reihe, die vom Parkplatz Brunnental durch das Brunnental und über die Hossinger Leiter hinauf auf die Albhochfläche führt.
Blick vom Albtrauf über dem Brunnental beim Aussichtspunkt Kübelhansfelsen in Richtung Südwesten nach Hossingen, einem Ortsteil von Meßstetten.
Die Albhochfläche ist gerade im Bereich Albstadt alles andere als eben. Und so steigt der Premiumweg vom Aussichtspunkt und Picknickplatz Kübelhansfelsen jetzt noch einmal bergan zur bewaldeten Kuppe des Heimberg, 943 m. Zwischen dem Heimberg und dem nördlich davon liegenden Gräbelesberg liegt eine überraschend tiefe Einsattelung. Dies hat einen erneuten Abstieg und Wiederaufstieg zur Folge.

Donnerstag, 25. August 2011

Wanderung im Verlauf des Premiumwanderwegs Hossinger Leiter bei Albstadt, Teil 1 von 2

Heute und im folgenden Post in diesem Blog wandern wir im Verlauf des Premiumwanderwegs Hossinger Leiter aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Premiumwanderwege sind Wanderwege, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifiziert worden sind.

Die gewählte Gehrichtung ist im Uhrzeigersinn. Die Hossinger Leiter wird somit im Anstieg gegangen. 

Zunächst geht man vom Parkplatz Brunnental noch ca. 300 Meter parallel zur Bahnstrecke der Zollernbahn. Dann biegt der Weg nach rechts ab in das Brunnental hinein, ein Seitental des Eyachtals.

Der Gräbelesberg erhebt sich westlich des Brunnentals. Dieser Berg ist nur an einer schmalen Stelle mit der Hochfläche der Schwäbischen Alb verbunden. An den anderen Seiten fällt der Berg steil und mit Felsen durchsetzt ab.
Durch ein Mosaik aus Wald und Wiesen führt der Weg in das hintere Brunnental. Der im Talgrund fließende Lauterbach wird überquert.

Mittwoch, 24. August 2011

Premiumwanderweg Hossinger Leiter (Traufgänge) bei Albstadt

Der Premiumwanderweg Hossinger Leiter bei Albstadt auf der Zollernalb ist der wohl Bekannteste aus der Premiumweggruppe der Traufgänge.

Premiumwanderwege sind Wanderwege, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. nach einem umfangreichen Kriterienkatalog zertifiziert worden sind. Diese Wege garantieren höchsten Wandergenuss.

Der Premiumwanderweg Hossinger Leiter verläuft über einen Teil der Schwäbischen Alb südlich des Eyachtals zwischen Albstadt-Laufen bzw. Albstadt-Lautlingen und dem auf der Albhochfläche gelegenen Meßstetten-Hossingen.

Achtung: Die Hossinger Leiter ist eine Eisentreppe. Mit den Klettersteigen in den Alpen hat das Ganze also nichts zu tun. Früher mal war hier eine Holz- und später eine Eisenleiter.

Steckbrief
Wegname: Hossinger Leiter
Wegegruppe: Traufgänge bei Albstadt
Wegekategorie: Rundweg
Weglänge: 8,9 Kilometer
Höhenunterschied: 458 Höhenmeter im An- und Abstieg
Schwierigkeit: mittelschwer
Bevorzugte Wegrichtung: im Uhrzeigersinn
Landkreis: Zollernalbkreis
Stadt: Albstadt
Großlandschaft: Schwäbische Alb
Naturraum: Hohe Schwabenalb
Erste Zertifizierung: 2011 mit 69 Erlebnispunkten
Zweite Zertifzierung: 2014 mit 71 Erlebnispunkten
Dritte Zertifizierung 2017 mit unveränderter Punktzahl
Aktuelle Zertifizierung gültig bis: Mai 2020

Heute und in den folgenden beiden Posts in diesem Blog wollen wir auf dem Premiumwanderweg Hossinger Leiter wandern. Der Weg ist als Rundweg angelegt und in beiden Richtungen ausgeschildert. Die Beschilderung und die Markierung des Wegs sind hervorragend.

Sonntag, 21. August 2011

Der Aachtopf - die stärkste Karstquelle Deutschlands


Der am Südrand der Schwäbischen Alb gelegene Aachtopf gilt als die stärkste Karstquelle Deutschlands

Dabei liegt die Ursache für die starke Quellschüttung nicht etwa in einem sehr großen Einzugsgebiet oder in überdurchschnittlich großen Niederschlägen in der Umgebung. Vielmehr schmückt sich der Aachtopf ein wenig mit fremden Federn. Denn das in der Quelle entspringende Wasser entstammt zu drei Viertel der Donau.

Die Donauversickerung bei Immendingen, Tuttlingen und Fridingen und der Aachtopf sind somit zwei Seiten derselben Medaille. Die größte "Flussversinkung" und die größte Quelle Deutschlands hängen unmittelbar miteinander zusammen. 12 Kilometer nordwestlich des Aachtopfs in Immendingen sowie 20 Kilometer nordnordöstlich in Fridingen versickert das Donauwasser im karstigen Juragestein. An manchen Tagen versickert so viel Wasser, dass die Donau hinter den Versickerungsstellen trockenliegt. Mit einem Gefälle von 15 Prozent (Immendingen) bzw. 7 Prozent (Fridingen) sickert das Wasser entlang der Juraschichten in Richtung Aachtopf. Hierbei überwindet es die Wasserscheide Schwarzes Meer - Nordsee.

Donnerstag, 18. August 2011

Alb-Bähnle-Bahnhof Oppingen


Der Bahnhof Oppingen ist der Endpunkt des schmalspurigen Alb-Bähnles, das heute einen Museumsbetrieb auf einem Teilstück einer einst viel längeren Strecke bietet.

Von 1901 bis 1985 fuhr von Amstetten am oberen Ende der Geislinger Steige (Hauptbahn Stuttgart - Ulm) bis nach Laichingen eine meterspurige Eisenbahn quer über die Hochfläche der Schwäbischen Alb. Der größere Teil der ehemals 18,96 Kilometer langen Eisenbahnstrecke wurde nach der Stilllegung abgebaut. Ihr ehemaliger Verlauf ist heute nur noch für sehr ortskundige Personen sichtbar. 

Ein kleiner Teil der Eisenbahnstrecke wurde jedoch erhalten. Auf dem Teilabschnitt von Amstetten bis nach Oppingen verkehrt heute eine Museumsbahn, genannt Alb-Bähnle. Die Strecke des Alb-Bähnles ist 5,73 Kilometer lang. Dabei steigt die Strecke von Amstetten bis nach Oppingen teilweise stark an. Der Bahnhof Amstetten liegt auf einer Höhe von 581 m ü NN, der Bahnhof Oppingen auf 704 m ü NN. Man würde dies auf der Albhochfläche so gar nicht vermuten. Aber vielleicht zeigt dies nur, dass der Begriff Albhochfläche doch nicht das passende Wort für diese Landschaft ist. 

Sonntag, 14. August 2011

Tag des Geotops 2011 auf der Schwäbischen Alb

Am 18. September 2011 findet bundesweit der diesjährige Tag des Geotops statt. Über das ganze Land verteilt finden an diesem Tag Veranstaltungen statt. Auch auf der Schwäbischen Alb - einer der geologisch interessantesten Landschaften Deutschlands, ist an diesem Tag einiges geboten.

Auf der Internetseite des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (angegliedert an das Regierungspräsidium Freiburg) sind die am 18.09.2011 stattfindenden Veranstaltungen aufgelistet. Mit Stand 14.08.2011 sind auf dem Gebiet der Schwäbischen Alb die folgenden Veranstaltungen geplant:

Dienstag, 9. August 2011

Aussicht vom Georgenberg bei Reutlingen


Bei Reutlingen erheben sich zwei auffallende Kegelberge vor dem Albtrauf, die Achalm und der Georgenberg.

Während die Achalm ein sogenannter Zeugenberg ist, ist der Georgenberg ein Überbleibsel des sogenannten Schwäbischen Vulkans, eine herauspräparierte Basalttuffröhre. Der die Basalttuffröhre umgebende Braune Jura ist weicher als der Basalttuff und wurde deshalb rascher abgetragen. 

Der 602 m ü NN hohe Georgenberg ist ein hervorragender Aussichtsberg auf Reutlingen und Umgebung sowie auf das untere Echaztal mit seiner Bergumrahmung. Das hat damit zu tun, dass der Gipfelbereich des Berges wegen seiner früheren Nutzung als Weinberg und Wiesen kaum bewaldet ist. Nur auf der Westseite des Gipfels hat sich in den letzten Jahrzehnten Wald entwickelt. Dieser Wald macht bereits einen urwaldartigen Eindruck.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Höhle Goldloch bei Lichtenstein

Das Goldloch am Albtrauf im Bereich des Echaztals gehört zu den kleinen, unbekannten und unerschlossenen Höhlen der Schwäbischen Alb.

Auf der Schwäbischen Alb gibt es hunderte von Höhlen. Einige Höhlen wurden als Schauhöhlen ausgebaut. Die Mehrzahl der Höhlen ist jedoch nicht erschlossen.    

Das Goldloch befindet sich direkt am Albtrauf in einem Seitental des Echaztals. In der Luftlinie gesehen befindet sich das Goldloch etwa auf halber Strecke zwischen der Nebelhöhle (einer berühmten Schauhöhle) und Lichtenstein-Honau. Die Höhle Goldloch ist nicht zu verwechseln mit der viel bekannteren Quelle Goldloch bei Lenningen-Schlattstall.

Die Höhle befindet sich in einer Höhe von 770 m ü NN. Der Eingang ist ca. 2,5 mal 3 Meter breit und hoch. Die Höhle ist ca. 33 Meter tief. Im Jahr 1778 fand man einige hundert Münzen in der Höhle. Von daher stammt der Name der Höhle. Ursprünglich musste man durch eine Spalte von oben in die Höhle einsteigen. Diese Spalte ist heute noch sichtbar. Der heutige Höhleneingang soll nach dem Ersten Weltkrieg gegraben worden sein.

Dienstag, 19. Juli 2011

Aussicht von der Limburg bei Weilheim an der Teck


Der wunderschöne Bergkegel der Limburg ist der Kalktafel der Esslinger Alb vorgelagert. Und doch ist die 598 m ü NN hohe Limburg kein Zeugenberg wie etwa die Achalm bei Reutlingen oder der Zollerberg bei Hechingen. Die Limburg ist ein Teil des sogenannten Schwäbischen Vulkans

Während der Tertiärzeit drang Lava im Gebiet um das heutige Bad Urach und das heutige Kirchheim / Teck an über dreihundert Stellen aus dem Erdinneren nach oben. Allerdings erreichte die Lava kaum die damalige Erdoberfläche. Das geförderte Material erstarrte bereits in den Förderschloten. Erst in den folgenden Jahrmillionen wurden die Schlotfüllungen durch die Abtragung der umgebenden Juragesteine teilweise freigelegt.

Die Limburg ist der Rest einer Schlotfüllung des Schwäbischen Vulkans. Da das umgebende Gestein (Juramergel) weicher ist als die Schlotfüllung, konnte die Schlotfüllung der Erosion länger Widerstand leisten als die Gesteine der Umgebung. So entstand der Kegelberg der Limburg.

Freitag, 15. Juli 2011

Kalktufflandschaft Wiesaztal bei Reutlingen-Gönningen

Im Wiesaztal bei Reutlingen-Gönningen kann man eine Kalktufflandschaft auf einem Lehrpfad erkunden.

Kalktuff ist an vielen Stellen der Schwäbischen Alb vorhanden. Dieses Gestein - vom Verband Deutscher Geowissenschaftler zum Gestein des Jahres 2011 erklärt - entsteht dann, wenn das im Kalkstein versickerte Wasser wieder an die Oberfläche tritt. Dann wird unter tatkräftiger Mithilfe bestimmter Pflanzen der gelöste Kalk ausgeschieden. Mit der Zeit können sich so meterdicke Lagen von Kalktuff bilden. 

Kalktuff war im 19. und teilweise im 20. Jahrhundert ein beliebter Baustoff. Nicht wenige Gebäude, darunter große Kirchen, wurden aus Kalktuff gebaut. Dies führte dazu, dass der Kalktuff an vielen Stellen der Schwäbischen Alb ganz oder teilweise abgebaut worden ist. Eine dieser Stellen ist das oberste Wiesaztal bei Reutlingen-Gönningen. Dort wurde von 1912 bis 1975 Kalktuff abgebaut. Nach der Einstellung des Abbaus kaufte die Stadt Reutlingen das Gelände. Darauf wurde das Gelände vom städtischen Forstamt rekultiviert.

Heute findet man im hintersten Wiesaztal ein Erholungsgelände vor. Unter anderem mehrere Seen sind als Überbleibsel des Kalktuffabbaus vorhanden. Im Jahr 2003 hat der Schwäbische Albverein einen Kalktuff-Lehrpfad eingerichtet. Dieser Pfad führt von der Ortsmitte von Gönningen bis zur Wiesazquelle hinter der ehemaligen Talmühle.

Montag, 11. Juli 2011

Die Teufelsküche bei Böhmenkirch

Die Teufelsküche ist ein kleines Seitental des obersten Roggentals ca. 1 Kilometer vom Böhmenkircher Ortsteil Treffelhausen entfernt.


Zwischen Geislingen an der Steige und Böhmenkirch erstreckt sich das Talsystem des Eybtals und des Roggentals. Fast das gesamte Talsystem ist heute als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das im Jahr 1995 ausgewiesene, 1.331 Hektar große Naturschutzgebiet "Eybtal mit Teilen des Längen- und Rohrachtales" ist zur Zeit das größte Naturschutzgebiet im Regierungsbezirk Stuttgart.

Vor dem Jahr 1995 gab es im Bereich des heutigen 1.331 Hektar großen Naturschutzgebiets bereits drei kleinere Naturschutzgebiete, die dann im größeren Naturschutzgebiet aufgegangen sind. Dies waren die Naturschutzgebiete Teufelsküche, Magentäle und Felsental. 

Das Naturschutzgebiet Teufelsküche wurde im Jahr 1981 ausgewiesen und hatte eine Größe von 6,7 Hektar. Und um dieses Gebiet geht es im heutigen Post in diesem Blog.

Dienstag, 5. Juli 2011

Biosphärengebiet Schwäbische Alb Kandidat für schönstes Naturwunder Deutschlands

Die Heinz Sielmann Stiftung sucht in diesem Jahr 2011 bereits zum dritten Mal das schönste Naturwunder Deutschlands. Konkret geht es diesmal um die beeindruckendste deutsche Wasserlandschaft. 

24 Wasserlandschaften sind zur Auswahl vorgegeben. Darunter befindet sich auch das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Die Heinz Sielmann Stiftung bezeichnet das Gebiet als Biosphärenreservat. Dies ist zwar der international übliche Begriff für diese Schutzgebietskategorie. Jedoch ist in Baden-Württemberg per Gesetz der Begriff Biosphärengebiet festgelegt worden.

Samstag, 2. Juli 2011

Schmiechquelle bei Schelklingen-Gundershofen


Der 25 Kilometer lange Fluss Schmiech befindet sich auf der Südseite, der Donauseite der Schwäbischen Alb. Die Schmiechquelle ist beim Weiler Springen, der zum Schelklinger Ortsteil Gundershofen gehört. 

Zunächst fließt die Schmiech in einem tief in die Hochfläche der Schwäbischen Alb eingeschnittenen Tal nach Osten. Bei Schelklingen biegt sie abrupt nach Süden ab und folgt einem Tal, das früher einmal von der Urdonau durchflossen wurde. Zuletzt fließt die Schmiech durch die Stadt Ehingen (Donau) und mündet südlich der Stadt in die Donau.

Der Ursprung der Schmiech ist eine Karstquelle. Das Wasser entströmt einer ca. 1,5 Meter hohen Quellhöhle sowie auch aus einer Felsspalte neben der Höhle. Die Wassermengen schwanken zwischen 60 und 900 Liter / Sekunde mit einem Mittelwert von 280 Liter / Sekunde. Das Gestein ist Weißjura Delta (Untere Felsenkalk-Formation). Die oberen Hänge des Tals gehören bereits zum Weißjura Epsilon (Obere Felsenkalk-Formation). Oberhalb der Schmiechquelle setzt sich das Tal als Trockental fort. 

Sonntag, 26. Juni 2011

Die Zwiefalter Ach beim Kloster Zwiefalten


Direkt durch die Parkanlage des ehemaligen Klosters Zwiefalten fließt die Zwiefalter Ach. Unmittelbar südlich der Klostermauer mündet der Kesselbach in die Zwiefalter Ach.

Die Zwiefalter Ach ist ein 8,9 Kilometer langer Fluss auf der Donauseite der Schwäbischen Alb. Die Zwiefalter Ach entspringt in der Wimsener Höhle (siehe den Post vom 03.07.2010) und mündet bei Zwiefaltendorf in die Donau. Beim ehemaligen Kloster Zwiefalten erhält die Zwiefalter Ach einen starken Zufluss. Früher nannte man diesen Zufluss die Kessel-Ach. Und der Name von Zwiefalten leitet sich davon ab, dass hier die beiden Achen (zwie = zwei) zusammenfließen.

In Zwiefalten gibt es ausgeschilderte Parkplätze wenige 100 Meter westlich des Klosters und der Hauptstraße. Die Hauptstraße führt unmittelbar westlich und südlich des Klosterareals vorbei. Direkt an der Hauptstraße befinden sich der Durchlass der Zwiefalter Ach unter der Klostermauer und die Einmündung des Kesselbachs. Im Klostergelände kann man dem Lauf der Zwiefalter Ach über mehrere hunderte Meter folgen. Hinter der Einmündung des Kesselbachs wird die Zwiefalter Ache unter der Hauptstraße hindurchgeführt. Danach fließt sie am Gelände von Zwiefalter Klosterbräu vorbei.

Freitag, 17. Juni 2011

Aussicht vom Schloss Lichtenstein auf das Echaztal


Das Schloss Lichtenstein befindet sich in einer exponierten Lage direkt am Albtrauf über dem hintersten Echaztal. Südlich des Schlosses führt ein Weg direkt am Albtrauf entlang und gibt immer wieder Blicke auf das Echaztal und seine Bergumrahung frei.

Das Schloss Lichtenstein ist auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burg erst in den Jahren 1840 bis 1842 erbaut worden. Anregung dazu gab der Roman "Lichtenstein" von Wilhelm Hauff. Der schwäbische Dichter erzählt hierin von Herzog Ulrich von Württemberg, der sich auf einer Flucht in der Burg Lichtenstein verstecken musste. Die Erbauung des heutigen Schlosses Lichtenstein fällt in die Zeit der Romantik. Dies äußert sich nicht nur in der Gestalt des Schlosses, sondern auch in seiner Lage unmittelbar auf einem steil abfallenden Felsen über dem Echaztal.

Schloss Lichtenstein selbst kann man auf einer der regelmäßig stattfindenden öffentlichen Führungen besichtigen. Das Schloss ist auf einer Straße erreichbar. Von der B312 Reutlingen - Zwiefalten biegt man von Reutlingen kommend nach dem Erreichen der Albhochfläche bei der Kreisverkehrsanlage nach rechts ab auf die L 230 in Richtung Genkingen. Nach kurzer Zeit biegt man erneut rechts ab auf die Zufahrtsstraße zum Schloss Lichtenstein.

Montag, 13. Juni 2011

Premiumwanderweg Zollernburg-Panorama (Traufgänge) bei Albstadt, Teil 3 von 3

Dies ist der dritte von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumwanderweg Zollernburg-Panorama aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Im ersten Post zu diesem Weg gab es einige allgemeine Informationen. Im zweiten Post war der Wegteil vom Parkplatz Stich bis zum Backofenfelsen nördlich des Raichbergs das Thema. Heute setzen wir die Wanderung fort.

Vom Backofenfelsen führt der Weg in Richtung Südosten weiter am Albtrauf entlang. Bald sieht man links am Hang verschiedene Gräben und Risse. Augenscheinlich lösen sich hier die vordersten Teile des Albtraufs und rutschen langsam aber sicher zu Tal.

Samstag, 11. Juni 2011

Premiumwanderweg Zollernburg-Panorama (Traufgänge) bei Albstadt, Teil 2 von 3

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumwanderweg Zollernburg-Panorama aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Im vorangegangenen Post in diesem Blog gab es einige allgemeine Anmerkungen zum Premiumweg Zollernburg-Panorama bei Albstadt auf der Zollernalb. Heute soll die Wanderung nun losgehen im Verlauf des 15,6 Kilometer langen Wegs. 

Startpunkt ist der Parkplatz Stich an der Landesstraße zwischen Bisingen und Albstadt Onstmettingen. Die Wanderung entlang des als Rundweg ausgelegten Wegs ist in beiden Richtungen möglich. Wir wandern entgegen dem Uhrzeigersinn.

Das erste Ziel ab dem Parkplatz Stich ist der Heiligenkopf, ein Teil des Albtraufs. Nur wenige hundert Meter hinter dem Parkplatz steigt man bereits auf einem Pfad durch interessanten Wald am Albtrauf entlang an.

Freitag, 10. Juni 2011

Premiumwanderweg Zollernburg-Panorama (Traufgänge) bei Albstadt, Teil 1 von 3

Der Premiumwanderweg Zollernburg-Panorama bei Albstadt auf der Zollernalb gehört zur Premiumweggruppe der Traufgänge.

Premiumwanderwege sind Wanderwege, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. nach einem umfangreichen Kriterienkatalog zertifiziert worden sind. Diese Wege garantieren höchsten Wandergenuss.

Der Premiumweg Zollernburg-Panorama verläuft im nördlichsten Teil der Gemarkung von Albstadt nördlich und nordwestlich des Stadtteils Onstmettingen.

Steckbrief
Wegname: Zollernburg-Panorama
Wegegruppe: Traufgänge bei Albstadt
Wegekategorie: Rundweg
Weglänge: 15,6 Kilometer
Höhenunterschied: 412 Höhenmeter im An- und Abstieg
Schwierigkeit: mittel
Bevorzugte Wegrichtung: im Uhrzeigersinn
Landkreis: Zollernalbkreis
Stadt: Albstadt
Großlandschaft: Schwäbische Alb
Naturraum: Hohe Schwabenalb
Erste Zertifizierung: 2010 mit 81 Erlebnispunkten
Zweite Zertifizierung: 2013 mit 86 Erlebnispunkten
Dritte Zertifzierung: 2016 mit 90 Erlebnispunkten
Aktuelle Zertifizierung gültig bis: September 2019  

Der Premiumweg Zollernburg-Panorama ist damit zur Zeit der Premiumweg der Schwäbischen Alb mit den meisten Erlebnispunkten.

Der Premiumweg Zollernburg-Panorama wurde im Jahr 2011 von den Lesern des Deutschen Wandermagazin zum zweitschönsten Wanderweg Deutschlands in der Kategorie Touren (Tageswanderungen) gewählt.

Heute und in den beiden folgenden Posts geht es um den Premiumweg "Zollernburg-Panorama".
Premiumweg "Zollernburg-Panorama" bei Albstadt, Teil 2

Premiumweg "Zollernburg-Panorama" bei Albstadt, Teil 3

Montag, 6. Juni 2011

Burgruine Hohenjustingen bei Schelklingen-Hütten


Am nördlichen Rand des Oberen Schmiechtals oberhalb des Schelklinger Ortsteils Hütten befinden sich die spärlichen Reste der ehemaligen Burg und des ehemaligen Schlosses Hohenjustingen

Auf einem gegen das Schmiechtal zeigenden Bergsporn stand von Anfang des 13. Jahrhunderts bis Mitte des 16. Jahrhunderts eine Burg. Um das Jahr 1540 begann man auf den Fundamenten der Burg mit dem Bau eines Schlosses, das im Jahr 1567 fertiggestellt wurde.

Das Schloss ging im Jahr 1751 an das Herzogtum Württemberg über. Im Jahr 1834 wurde das Schloss an die damals noch selbständige Gemeinde Hütten verkauft. Noch im selben Jahr veräußerte die Gemeinde das Schloss an einen Privatmann. Kurz darauf wurde das baufällige Schloss abgerissen.

Heute sieht man auf der Ebene des Bergsporns noch Reste des ehemaligen Gewölbekellers des Schlosses sowie Reste der Umfassungsmauer des sogenannten Äußeren Schlosses, dazu noch Mauerreste der ehemaligen Burg. Informationstafeln vor Ort erklären die Geschichte von Burg und Schloss.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Jetzt sieben Premiumwege bei Albstadt

Bei Albstadt gibt es die ersten Wanderwege der Schwäbischen Alb, die vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Label Premiumwanderweg ausgezeichnet worden sind. Vor wenigen Tagen wurden zusätzlich zu den drei bereits vorhandenen Premiumwegen vier weitere Premiumwege eröffnet. 

Damit verfügt Albstadt jetzt über insgesamt sieben Premiumwege, so viele wie in keiner anderen Kommune in Deutschland. Alle sieben Premiumwege firmieren unter dem Titel Traufgänge.

Die Premiumwege bei Albstadt waren ja schon mehrmals Thema in diesem Blog. In den Posts vom 28.07.10, vom 12.10.10 sowie vom 21.12.2010 wurde auf die drei ersten Premiumwege eingegangen. In den Posts vom 15.04.2011, 16.04.2011 und 17.04.2011 sind wir auf dem Premiumweg "Schlossfelsenpfad" gewandert. Und noch in diesem Juni werden wir auf dem nächsten Premiumweg wandern, dem Wanderweg "Zollernburg-Panorama".

Jetzt aber noch einmal zu den neuen Wegen. Die vier neuen Premiumwege sind:

Felsenmeersteig, 16,8 Kilometer, zwischen den Ortsteilen Lautlingen und Burgfelden
Hossinger Leiter, 8,9 Kilometer, südlich des Ortsteils Laufen
Ochsenbergtour, 10 Kilometer, nordwestlich des Ortsteils Ebingen
Wiesenrunde, 10,6 Kilometer, nordwestlich des Ortsteils Pfeffingen

Es gibt einen eigenen Internetauftritt der Premiumwege bei Albstadt: www.traufgaenge.de

Hier sind die Premiumwanderwege der Schwäbischen Alb nach ihrer Erlebnispunktzahl sortiert ("Die Hitparade der Premiumwanderwege"). Von dort sind alle Artikel dieses Blogs, die sich mit einzelnen Premiumwanderwegen befassen, verlinkt.

Die Zollernalb rund um Albstadt ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über die Zollernalb rund um Albstadt. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.

Samstag, 28. Mai 2011

Brenztopf bei Königsbronn


Der Brenztopf gehört zu den größeren Karstquellen der Schwäbischen Alb. Am Ortsrand von Königsbronn auf der Ostalb befindet sich die Quelle der Brenz. 

Auf einer Infotafel vor Ort sind einige Daten zum Brenztopf angegeben: Der Inhalt des Brenztopfs ist 1.200 m³, die Quellschüttung ist bis zu 103.680 m³ täglich. Die Temperatur des Quellwassers beträgt das ganze Jahr über 7 Grad Celsius. Die Oberfläche des Brenztopfs ist 590 m² groß, die größte Länge ist 42,5 m, die größte Breite 19,5 m und die größte Tiefe ist 4,3 m. 

Dabei hätte der Brenztopf von Natur aus bescheidenere Abmessungen. Denn das Wasser beim Brenztopf wird für die Energiegewinnung gestaut. Die historische Wasserkraftanlage mit Hammerschmiede  wurde erst im Jahr 2000 restauriert und liefert seitdem wieder CO² freien Strom. Bereits im Jahr 1772 gab es eine Vorrichtung mit eisernen Wasserrädern und -schaufeln, die mechanische Energie erzeugte. 

Sonntag, 22. Mai 2011

Neue Wandertafeln in Weilheim an der Teck


Als erste der 29 Städte und Gemeinden mit Flächenanteilen am Biosphärengebiet Schwäbische Alb hat die Stadt Weilheim an der Teck auf der Esslinger Alb neue Wandertafeln aufgestellt. Die erste Tafel wurde am 3. April 2011 am Fuß der Limburg eingeweiht.


Die neuen Wandertafeln entsprechen einem neuen Besucherlenkungskonzept, das nach und nach in allen Kommunen des Biosphärengebiets eingeführt werden soll. 

Die neuen Tafeln können durchaus als gelungen bezeichnet werden. Denn damit wird das Biosphärengebiet erst so richtig gegenständlich. Viele Menschen werden über diese Tafeln zukünftig zum ersten Mal mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb Bekanntschaft machen.

Zentraler Teil der Wandertafel bildet eine detailreiche Karte des Gemeindegebiets. In dieser Karte sind die Außengrenzen des Biosphärengebiets eingetragen sowie auch die Kernzonen des Biosphärengebiets. Auch in Bezug auf die Kernzonen gilt: Viele Menschen werden zukünftig über diese Tafeln zum ersten Mal Bekanntschaft mit den Kernzonen machen. Denn das Wissen um die Kernzonen ist heute ja kaum vorhanden. Was sind Kernzonen und wo befinden sich die Kernzonen? Zukünftig werden hoffentlich mehr Menschen eine Antwort auf diese Fragen wissen. Ebenfalls in der Karte eingetragen sind alle bezeichneten Strecken- und Rundwanderwege.

Montag, 16. Mai 2011

Brenzpark in Heidenheim


Der Landesgartenschau Baden-Württemberg im Jahr 2006 hat die Ostalbstadt Heidenheim einen schönen Park in der Nähe der Innenstadt zu verdanken. Der Brenzpark befindet sich ca. 500 Meter nördlich des Bahnhofs von Heidenheim. Die namengebende Brenz fließt durch den Park hindurch.

Früher gab es auf diesem flachen Abschnitt des Brenztals einen See und verschiedene Feuchtgebiete. Diese wurden im Laufe der Zeit trockengelegt. Die Landesgartenschau hatte unter anderem zum Ziel, den Verlauf der Brenz nördlich von Heidenheim wieder etwas natürlicher zu gestalten. Die Ufer wurden renaturiert, kleine Seen und Feuchtgebiete wurden neu angelegt. Heute kann man auf beiden Uferseiten der Brenz die neugestaltete Landschaft erleben.


Der Brenzpark in Heidenheim ist umzäunt. Es gibt drei Eingänge, bei denen Drehtüren nach dem Einwurf des Eintrittsgelds Einlass gewähren. Der Eintritt betrug im Frühjahr 2011 ein Euro für Erwachsene und 0,50 Euro für Jugendliche. Im Winter ist der Park nur an Samstagen und Sonntagen geöffnet.